Fahrradfahren in Italien – Tipps und Touren

Fahrradfahren in Italien – Tipps und Touren

 

Irgendwann ist Italien zu unserem Lieblingsland zum Fahrradfahren geworden. Fahrradfahren in Italien ist einfach entspannt. Insbesondere in den Bergen gibt es tolle Routen zum Fahrrad fahren und auch auf den Straßen wird sehr viel Rücksicht auf Fahrradfahrer genommen.

Aber genug geredet. Solltest du dich auch für eine Fahrradreise in Italien interessieren, habe ich hier mal alle wichtigen Informationen zusammengefasst und gebe dir gleichzeitig eine Übersicht über die bisher erschienenen Artikel zum Thema Fahrradfahren in Italien. Die Übersicht hilft dir übrigens schnell das zu finden, was du über eine Fahrradreise in Italien wissen möchtest.

Fahrrad fahren in Italien: Die Anreise

Wenn du Italien mit dem Fahrrad entdecken möchtest stellt sich natürlich erst einmal die Frage, wie du samt Rad nach Italien kommst.

Anreise mit dem Zug

Die besten Zugverbindungen nach Italien gibt es ab München oder Basel. Während wir ab München öfter mal ein Europa spezial Ticket ergattert haben, ist die Anreise über Basel vergleichsweise teuer. Allerdings ist es nicht so ganz einfach auch ein Ticket für den gewünschten Reisetag zu ergattern. Die Tickets werden zwei Monate vor Reiseantritt freigegeben und die Plätze sind nicht nur rar, sondern auch beliebt. Von der Schwierigkeit ein Ticket zu bekommen berichte ich dir in dem Artikel: „Die Jagdtsaison ist eröffnet“. Wesentlich unkomplizierter ist es, wenn du innerhalb von Italien mal den Zug nutzen möchtest. Unverpackt kannst du zwar nur mit Regionalzügen fahren aber die haben meist ein extra Fahrradwagen und meist hilft auch der Schaffner beim verladen.

Anreise mit dem FlixBus

Auch FlixBus hat den Markt entdeckt und nimmt auf einigen strecken Fahrräder mit. Ich würde dieses Angebot allerdings mit Vorsicht genießen, denn ich habe des Öfteren von Leuten gehört, die zwar einen Fahrradtransport gebucht hatten. Der Bus aber letztendlich keinen Fahrradträger hatte. Auch hier gilt natürlich, dass das Angebot begrenzt ist.

Anreise mit dem Flugzeug

Ehrlich gesagt hatte ich es mir immer total kompliziert vorgestellt mit dem Fahrrad zu fliegen, ist es aber gar nicht. Das Fahrrad gilt als Sperrgepäck und kostet je nach Fluggesellschaft zwischen 70 und 90 Euro. Allerdings solltest du auf einen Direktflug achten, denn die Gebühr fällt für jede Strecke an. Wie das genau läuft mit dem Fliegen und dem verpacken berichte ich in meinem Artikel „Fahrradmitnahme im Flugzeug – Theorie, Praxis und ganz viel Erlebnis“.

Radreisen in Italien: Der Straßenverkehr

Für viele gilt der Straßenverkehr in Italien als chaotisch und damit gefährlich. Ich gebe zu, mit unserem Verständnis von Verkehrsregeln ist es tatsächlich chaotisch aber Fahrrad fahren in Italien ist nicht gefährlich. Vergiss einfach, was du in der Fahrschule gelernt hast und vor allem sei dreist.

Wenn du an einer Kreuzung wartest, bis niemand mehr kommt, dann könnte es sein, dass du dort deinen ganzen Urlaub verbringst. Wie du mit dem Rad auf deiner Fahrradreise am besten durch italienische Großstädte kommst habe ich in meinem Artikel „Überleben im italienischen Stadtverkehr“ beschrieben.

Auf Landstraßen habe ich immer nur gute Erfahrungen gemacht. Anders als bei uns sind die 1,5 Meter Abstand für die Italiener kein Fremdwort. Es wird wirklich immer ausreichend Platz gelassen und es ist auch niemand gleich genervt, wenn er mal abbremsen muss.

Ein Problem stellen die zahlreichen Kreisverkehre dar. Solltest du nicht gleich die nächste Ausfahrt nehmen, dann trau dich und fahre in die Mitte der Spur. Ansonsten kann es passieren, das abbiegende Autos verdammt nah kommen. Ach ja und noch etwas zur Gelassenheit der italienischen Autofahrer. Ich bin mittlerweile drei Mal versehentlich auf einer Autobahn gelandet und selbst dort wurde die Spur gewechselt. Das Hupkonzert bei einem Radfahrer auf einer deutschen Autobahn möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Besondere Verkehrsvorschriften gibt es eigentlich nicht, allerdings ist bei einsetzen der Dunkelheit eine Warnweste Pflicht. Wir sind jedoch noch nie angehalten worden, weil wir keine hatten.

Radreisen in Italien: Sprache

Nichts ist ärgerlicher als irgendwo in der italienischen Pampa zu stehen, Hilfe zu brauchen und sich der Person, die gerne helfen würde nicht verständlich machen zu können. Keine Sorge gerade die jungen Leute können einwandfreies Englisch. Meist helfen auch einfach Hände und Füße und ansonsten findest du in meinem Artikel „Italienisch für Radfahrer“ ein paar hilfreiche Floskeln.

Dolomitenradweg Abfahrt Cortina

Fahrrad fahren in Italien: Radwege

Fahrradfahren ist in Italien durchaus ein beliebter Sport. Aber eben Sport und so triffst du zwar immer und überall auf Rennradfahrer, doch eher selten auf italienische Radreisende. Dennoch ist das Fernradwegenetz gerade im Norden relativ gut ausgebaut. Zu den beliebtesten Strecken gehört die Route München – Venedig über die du mehr in meiner Artikelserie: „Vom Brenner nach Venedig“ erfährst und der Alp Adria Radweg. Den ich hoffentlich auch bald verbloggen werde.

Unvergesslich fand ich auch den Dolomitenradweg, auch wenn er nur ein Teilstück unserer Strecke war. Generell sind diese Radwege sehr gut ausgebaut und weisen lediglich moderate Steigungen auf. Aber auch eine selbst zusammen gestellte Tour bietet sich an, so beispielsweise unsere Tour von Mailand nach Pisa. Zumal auf den Straßen sehr viel Rücksicht auf Fahrradfahrer genommen wird.

So haben wir unsere Radreise durch die Toskana sehr genossen (leider noch nicht verbloggt). Der absolute Renner unserer bisherigen Fahrradreisen in Italien war jedoch unsere letzte Tour, mehr dazu findest du in den Artikeln zu den Abruzzen, dem Gargano und der Amalfiküste. Eine Liste mit Radwegen findest du bei biroto.eu

Fahrradurlaub in Italien: Beste Reisezeit

Die Frage der besten Reisezeit ist wirklich schwer zu beantworten. Zum einen kommt es immer darauf an, ob dich deine Radreise nun durch die Italienischen Alpen oder die Abruzzen führt oder ob du lieber den Süden bevorzugst. Zum anderen sind Wettervorhersagen in der derzeitigen Situation fast unmöglich. Wir haben in den Dolomiten schon geschwitzt, wie die blöden und in Ostia gefroren. Auf Grund von Schulpflicht waren wir immer in den Sommermonaten unterwegs.

Generell gilt jedoch, dass du die Bergregionen bis April meiden solltest. In der Toskana und an der Küste hast du in den Frühlingsmonaten natürlich das Glück, dass alles blüht. Gleiches gilt, je weiter du gen Süden vorrückst. Sollte der Klimawandel nicht noch weitere Kapriolen schlagen gehören natürlich die Monate Juli/August zu den wärmsten. Gemütlich radeln bei 20 Grad plus lässt es sich dann wieder ab Oktober.

Fahrrad fahren Italien Unterkunft:

Wir sind ja bekennende Camper und wenn es nur irgendwie geht, übernachten wir immer auf einem Campingplatz. Obwohl gerade an der Küste die Campingplätze sehr gut besucht sind, haben wir immer ohne Vorbuchung ein kleines Plätzchen bekommen. In Gegenden, wo es keine Campingplätze gab, haben wir uns in kleinen Hotels und Pensionen eingebucht. Hier allerdings mit Voranmeldung. Zu Buchung haben wir booking. com genutzt und hier immer die unterste Kategorie gewählt. Erwartet hatten wir immer nur ein Bett, doch wir wurden manches Mal positiv überrascht.

 

Fahrrad fahren in Italien: Alle Artikel im Überblick

Mit dem Fahrrad kreuz und quer durch Italien – Die Abruzzen

Mit dem Fahrrad kreuz und quer durch Italien – Der Gargano

Mit dem Fahrrad kreuz und quer durch Italien – Die Amalfi Küste und der Golf von Neapel

Der Dolomitenradweg

R(o)adtrip Italien- Daten und Fakten

Von Mailand nach Pisa mit dem Rad – 1. Teil: Von Mailand entlang der Trebbia nach Genua

Von Mailand nach Pisa mit dem Rad 2. Teil: Von Pieve nach Pisa

Ueberleben im italienischen Stadtverkehr

Vom Brenner nach Venedig, mit dem Rad 1. Teil

Vom Brenner nach Venedig mit dem Rad, 2. Teil

Nach Venedig mit dem Rad: 3. Teil

Italienisch für Radfahrer

 

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