Unterwegs auf dem Höhlen und Schluchtensteig

Höhlen und Schluchtensteig

 

Der Höhlen und Schluchtensteig ist einer von 14 Traumpfaden in der Eifel. Hierbei handelt es sich um Premiumwanderwege, die nach Möglichkeit auf erdigen und vor allem schmalen und naturbelassenen Pfaden verlaufen. Zudem wurde bei der Wegführung darauf geachtet, dass die Landschaft häufig wechselt und Naturattraktionen wie beispielsweise Höhlen oder Ähnliches in die Wegführung einbezogen wurden. Die Traumpfade sind alle sehr gut ausgeschildert und können ohne Probleme ohne Karte oder GPS Gerät gegangen werden.

Der Höhlen und Schluchtensteig

Ich starte auf dem Wanderparkplatz Bergweg, der nicht nur durch eine Fahne schon von Weitem gut sichtbar ist, sondern zusätzlich auch sehr gut ausgeschildert ist. Noch bin ich die Einzige, die hier parkt und so sehe ich auf meinem Weg in die Wolfsschlucht sogar ein paar Rehe.

Ich verlasse die Hochebene, passiere eine kleine Quelle aus der CO 2 haltiges Wasser sprudelt und gelange immer leicht absteigend zur Wolfsschlucht und ihrem Wasserfall.

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Hier ist der Pfad schmal und es geht durch eine schöne Felsenlandschaft, die wirklich etwas von einem Urwald hat.

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Am Ende der Schlucht wird der Weg wieder etwas breiter und es geht vorbei an den Ruinen des ehemaligen Klosters Tönnisstein, von dem allerdings nicht mehr wirklich viel zu sehen ist.

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Als Nächstes erwarten mich die Trasshöhlen, wo ich etwas die Orientierung auf dem sonst vorbildlich ausgeschilderten Weg verliere. Mir kommen aber ein Glück zwei Wandererinnen entgegen, die mir nicht nur den Weg zeigen, sondern mich auch beruhigen, denn ich muss sagen so alleine finde ich Höhlen etwas unheimlich. Aber ich kann dich beruhigen die Durchgänge sind nur kurz und auch hell.

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Dieses Abenteuer gut überstanden mache ich mich an den knackigen Aufstieg zur „Schönen Aussicht“ die auch tatsächlich schön ist und für den Anstieg entschädigt.

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Außerdem ist hier der Weg richtig schön, sodass einem eigentlich gar keine Gelegenheit bleibt, über die Höhenmeter zu jammern.

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Es geht noch ein Stück mehr oder weniger eben über Stock und Stein, bevor der abstieg in das Pöntertal folgt. Zurzeit ist die Pöntertalbrücke gesperrt und es gibt eine ausgeschilderte Umleitung. Zunächst geht es auf einem kleinen Trampelpfad zum Bach hinunter und anschließend weiter auf einem Ziehweg zum Anschluss an den Wanderweg. Da ich nicht wusste, wie breit der Bach tatsächlich ist, bin ich diese Umleitung gelaufen, musste allerdings feststellen, dass ich den Bach auch mit einem beherzten Sprung hätte überqueren können.

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Der Ziehweg geht noch ein Stückchen durch den Wald und dann zwischen Wiesen auf die Hochebene, wo man schon von Weitem den Parkplatz sehen kann. Obwohl man auf den letzten Kilometern eine tolle Aussicht hat, finde ich, dass sie sich sehr in die Länge ziehen.

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Fazit zum Höhlen und Schluchtensteig

Mir hat der Weg, auch wenn ich die letzten Kilometer nicht ganz so prickelnd fand, sehr gut gefallen. Er ist abwechslungsreich und führt immer wieder über kleine Pfade. Bis zur Mittagszeit war ich fast alleine unterwegs, dann füllte sich der Weg jedoch Zusehens, was wohl auch daran lag, dass die meisten Leute den Weg in die umgekehrte Richtung gegangen sind. Der Weg ist durchweg gut gekennzeichnet und kann durchaus ohne Karte gegangen werden. Etwas unübersichtlich fand ich den Weg nur an den Trasshöhlen. Zum Thema alleine wandern würde ich sagen, dass der Weg, wenn frau nicht gerade am Wochenende unterwegs ist, eher etwas für fortgeschrittene Alleinwandererinnen ist.

Weitere Infos zum Höhlen und Schluchtensteig

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Wanderweg ist zwar theoretisch Möglich, gestalltet sich aber etwas kompliziert. Für ganz hartgesottene hier dennoch die Infos:

Zielhaltestelle: Wassenach Mittnacht
Linien: 310 (täglich)
• Andernach Bf. – Maria Laach
• 801 (Mo-Fr)
Sinzig Bf. – Kempenich
• 810 (Sa/So)
Bad Breisig – Brohl Bf. – Maria Laach
alternativ:
Zielhaltestelle: Bad Tönisstein Bahnhof / Jägerheim
Linien:
• Brohltalbahn „Vulkan-Expreß“
(täglich außer Montag)

Anreise mit dem Auto:

A 61 Abfahrt Niederzissen – B 412 in Richtung Brohl-Lützing/Burgbrohl/Bad Breisig – über die L113 auf die K58 bis Andernach-Kell – in der Ortsmitte abbiegen auf die (K57) Laacher Straße, in Richtung Nickenich, bis zum Parkplatz
56626 Andernach-Kell, Parkplatz Bergwege (an der K 57)
oder
A 61 Abfahrt Niederzissen – B 412 in Richtung Brohl-Lützing/Burgbrohl/Bad Breisig – über die L113 auf die K58 bis Andernach-Kell – über die Pöntertalstraße, direkt nach dem Ortseingang Kell, die erste Möglichkeit rechts befindet sich der Parkplatz Bürgerhaus.
56626 Andernach-Kell, Bürgerhaus Kell Parkplatz (Pöntertalstraße)

Parken:

56626 Andernach-Kell, Parkplatz Bergwege (an der K 57)
56626 Andernach-Kell, Bürgerhaus Kell Parkplatz (Pöntertalstraße)

Strecke und Wegbeschaffenheit

Länge 12,2 km
Dauer 3:30 Std
Aufstieg 405 m
Abstieg 405 m

Überwiegend Wald- und Wiesenwege und erfreulich viele kleine Pfade

Übernachten: Wenn du, wie ich mehrere Tage in der Gegend bleiben möchtest, dann kann ich dir das Gästehaus am Hochsimmer empfehlen. Wie üblich hatte ich vor allem nach einer billigen Unterkunft gesucht und nichts Besonderes erwartet. Umso positiver überrascht war ich von dem tollen Zimmer.


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