So findest du den richtigen Reiseführer für deine Radreise

Radreiseführer

AnjaJoest

Hey,
schön, dass du dich hierhin verirrt hast! Ich bin Anja und Reise für mein Leben gerne. Meistens bin ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Wenn ich nicht auf Reisen bin, dann verdiene ich mir meine Brötchen mit Unterrichtsbeiträgen im Fachbereich Politik und Sozialkunde. Als promovierte Politologin bin ich nicht nur davon überzeugt, dass Politik uns alle angeht sondern auch, dass Politik Spaß machen kann. Deshalb lege ich in meinen Unterrichtsbeiträgen besonderen Wert auf handlungsorientierten Unterricht. Gerne nehme ich dich ein Stück mit auf meinem Weg durch die Welt und den Unterrichtsalltag.

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Fahrradreisen werden immer beliebter, dies schlägt sich auch in den Regalen mit den Reiseführer nieder. Damit du im Buchladen nicht verzweifelst und für dich das Richtige findest, möchte ich dir ein paar Tipps geben.

Radreiseführer Bikeline

Radreiseführer von Bikeline

Nummer eins bei den Radreiseführern sind wohl nach wie vor die Bikeline Führer*. Wenn du einen der gängigen Radwege planst oder noch am Anfang des Radreisens stehst, dann kann ich dir diese Ringbücher nur empfehlen. Sie haben nicht nur ein praktisches Format, welches in die Kartentasche der Lenkertasche passt, sondern geben eigentlich alle nötigen Informationen zur Wegbeschaffenheit und zu den zu erwartenden Steigungen. Solltest du nicht ganz so fit im Karten lesen sein oder an einer Stelle mal zweifeln gibt es neben der Karte immer auch eine Wegbeschreibung in Worten. Je nach Länge des ausgewählten Radweges gibt es mehrere Bände, sodass die einzelnen Ringbücher handlich bleiben. Dabei ist jedes Buch in mehrere Abschnitte unterteilt, deren Länge meist zwischen 60 und 100 Kilometern liegt. Zu beginn eines jeden Abschnittes gibt es eine kurze Einführung. Hier erfährst du in wenigen Worten etwas über die Gegend durch die der jeweilige Abschnitt des Radweges verläuft, und wie es um die Wegbeschaffenheit bestellt ist. In den jeweiligen Abschnitten selbst gibt es dann kurze touristische Informationen zu den einzelnen Orten, beispielsweise welche Sehenswürdigkeiten man sich anschauen, kann aber eben auch Adressen von Tourismusinformationen und Fahrradgeschäften. Am Ende des Bandes sind dann Übernachtungsmöglichkeiten samt Adresse und Telefonnummern angegeben.

Der große Vorteil der Bikeline Führer ist meines Erachtens, dass die Karten sehr übersichtlich sind und man auch gleich etwas über die zu bewältigenden Höhenmeter erfährt. Man muss sich also nicht erst groß mit den Höhenlinien auf den eh kaum noch erhältlichen topografischen Landkarten herumschlagen. Außerdem lassen sich die Etappen mit den Kilometerangaben und dem Übernachtungsverzeichnis ganz einfach planen. Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass man sich auf die Kilometerangaben wirklich verlassen kann, mit den Steigungen ist dies nicht immer der Fall. Als Landkartenliebhaberin, die nichts lieber macht als abends vor dem Zelt zu sitzen und die Landkarte zu studieren stört es mich jedoch, dass man immer nur den kleinen Kartenausschnitt hat und nicht wirklich sieht, was 10 oder 20 Kilometer links und rechts vom Radweg liegt. Will man aus irgendeinem Grund die Route ändern, braucht man in jedem Fall eine Karte. Auch lohnt sich bei der Planung in jedem Fall die zusätzliche Recherche nach Übernachtungsmöglichkeiten, da in solch einem Ringbuch selbstredend nicht alle Übernachtungsmöglichkeiten Platz finden.

Radreiseführer Radreisebuch

Die RadReiseBücher

Zu den “wie für mich gemacht” Radreiseführern gehören ohne jeden Zweifel die Radreisebücher* von Kay Wewior, die es mittlerweile auch zu einigen Strecken gibt. Hier stimmt einfach alles. Die einzelnen Tourenabschnitte sind auf den Kilometer genau beschrieben. Du erhältst Informationen zu den jeweiligen Orten auf der Strecke, genaue Höhenangaben und erfährst sogar, wo es einen Supermarkt, einen Fahrradladen oder sonst eine Einkaufsmöglichkeit gibt. Die Adressen von Touristeninformationen fehlen genauso wenig wie die von kleinen Hotels und Campingplätzen und jede Tour wird zu Beginn kurz beschrieben, sodass man eine Vorstellung davon hat, was einen erwartet. Wenn du die Etappen genauso planst, wie der Autor sie beschrieben hat, brauchst du eigentlich nichts weiter tun als loszudüsen, aber auch wenn deine Etappen nicht genau mit denen im Buch übereinstimmen, sind sie eine große Hilfe bei der Routenplanung.

Manch einer mag die handgezeichneten Karten und schwarz/weiß Bilder bemängeln, bei mir wecken sie eher Erinnerungen an die ersten Reiseführer in meiner Travellerkarriere. Obwohl die Routen auf den Kilometer genau beschrieben sind, empfiehlt sich zusätzlich eine Landkarte, wobei der Reiseführer auch hier genaue Angaben zu empfehlenswerten Karten macht.

Reiseführer Michael Müller

Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag

Wenn du nicht einen der bekannten Radwege fahren möchtest, sondern dich abseits der bekannten und in zahlreichen Radreiseführern beschriebenen Routen bewegen möchtest, bleibt dir nichts anderes übrig, als dir die Strecke in mühseliger Kleinarbeit zusammen zu suchen. Ich nutze hierfür vor allem Gpsies, denn zumindest ansatzweise möchte ich wissen, welche Steigungen mich erwarten. Um dennoch etwas über Land und Leute, über Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, die Geschichte und die Flora meiner Reiseregion zu erfahren, greife ich zu den Reiseführern von Michael Müller*, die mich übrigens bereits seit mehr als 30 Jahren auf meinen Reisen begleiten. Für unsere aktuelle Reise habe ich mit den Reiseführern Golf von Neapel und Abruzzen gearbeitet und so viele interessante Dinge über die Gegenden, durch die wir fahren werden, erfahren. Aufgebaut sind die Reiseführer von Michael Müller eigentlich alle nach dem gleichen Schema. Im ersten Teil findest du alle wichtigen Hintergrundinformationen zu dem betreffenden Land oder der betreffenden Region. Dazu gehören Informationen über

  • die Landschaft und Geologie
  • die Flora und Fauna
  • über das Klima und die beste Reisezeit
  • die Geschichte
  • über kulturelle Highlight
  • die Anreise
  • die Fortbewegungsmittel vor Ort
  • allgemeine Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten
  • und natürlich ein Kapitel über essen und trinken

Im Hauptteil des Reiseführers wird die beschriebene Region dann noch einmal geografisch aufgeteilt und zu jeder Teilregion gibt es eine kurze Einführung samt Übersichtskarte und im weiteren Verlauf werden dann die einzelnen Orte samt Einkehr- Einkauf- und Übernachtungsmöglichkeiten beschrieben.

 

Fazit

Planst du deine erste Radreise, dann empfehle ich dir in jedem Fall einen Bikeline Führer oder ein Radreisebuch. Ergänzen solltest du beides durch eine geeignete Landkarte und, solltest du mehr über Land, Leute etc. an deiner Route wissen wollen, kann ein Reiseführer von Michael Müller nie schaden.

Hast du bereits erste Erfahrungen mit dem Radreisen gesammelt und bist nicht auf Radwege angewiesen (beispielsweise, weil du Kinder hast), dann wage ruhig mal eine Tour abseits der gängigen Fahrradrouten. Mit Gpsies oder einem entsprechenden Programm einer guten Landkarte und dem entsprechenden Reiseführer lässt sich auch solch eine Tour gut planen.

Gerne würde ich dir an dieser Stelle natürlich auch noch eine gute Landkarte empfehlen, doch das kann ich leider nicht. Die letzten beiden Jahre sind wir mit Michelin lokal* gefahren und davor mit Kompasskarten*, doch ehrlich gesagt haben beide immer versagt, wenn es darauf ankam, da oft Wege eingezeichnet waren, die es gar nicht gab. Gerade in bergigen Regionen vergleiche ich auch noch einmal Gpsies mit google Maps und Google Earth, denn uns hat auf der Route nach Genua ein Tunnel, den wir nicht durchfahren konnten, die ganze Planung durcheinander geworfen.

 

Also nur Mut, man kommt auch ohne Stadtplan durch Genua und letztendlich führen eh alle Straßen nach Rom.

Offenlegung:

  • Die Reiseführer über den Golf von Neapel und die Abruzzen wurden mir vom Michael Müller Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Bewertung jedoch nicht beeinflusst.
  • Bei den mit *markierten Links handelt es sich um Affiliated Links. Dies bedeutet, dass ich – solltest du über diesen Link bestellen – ein paar Cent bekomme, was an dem Preis für dich jedoch nichts ändert.

Wie planst du deine Radreisen und welche Reiseführer nutzt du? ich freue mich auf deinen Kommentar.

Du willst noch mehr vorn mir? Dann schau doch mal hier vorbei
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AnjaJoest

Hey, schön, dass du dich hierhin verirrt hast! Ich bin Anja und Reise für mein Leben gerne. Meistens bin ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Wenn ich nicht auf Reisen bin, dann verdiene ich mir meine Brötchen mit Unterrichtsbeiträgen im Fachbereich Politik und Sozialkunde. Als promovierte Politologin bin ich nicht nur davon überzeugt, dass Politik uns alle angeht sondern auch, dass Politik Spaß machen kann. Deshalb lege ich in meinen Unterrichtsbeiträgen besonderen Wert auf handlungsorientierten Unterricht. Gerne nehme ich dich ein Stück mit auf meinem Weg durch die Welt und den Unterrichtsalltag.

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2 Gedanken zu „So findest du den richtigen Reiseführer für deine Radreise

  1. Hallo Anja,

    ich kann Dir besonders bzgl. der Erfahrungen mit Bikeline nur zustimmen. Da ich größtenteils mit meiner 6jährigen Tochter unterwegs bin, waren mir die Radreiseführer von Bikeline im Vorfeld immer eine Quelle für neue Ideen und auf Tour eine verlässliche Navigationshilfe (natürlich immer ergänzt um Übersichtskarten der jeweiligen Region(en)).
    Dieses Jahr waren wir erstmalig, zusätzlich zum Bikeline, mit GPS unterwegs. Das war besonders hilfreich, wenn man sich in größere Städte “reinfitzen” musste. Kurz vor Trento wollte uns das Gerät aber entlang eines unbefestigten Wanderweges schicken. Mit Hilfe eines hilfsbereiten älteren Ehepaares kamen wir dann aber schnell wieder auf den rechten Weg.
    Ich denke die Mischung machts: elektr. und Papierkartennavigation, Wegweiser und Straßenschilder, hilfsbereite Einheimische – damit haben wir bis jetzt immer unser Ziel gefunden.

    Viele Grüße aus Leipig!

    David

    1. Hallo David,
      auf GPS haben wir bisher verzichtet. Als wir jedoch letztes Jahr unerwartet durch Genua mussten und keinen Stadtplan hatten, habe ich mir doch eins gewünscht. Dieses Jahr müssen wir in Neapel zum Bahnhof und versuchen es wieder analog, allerdings werde ich mir langfristig wohl doch ein GPS zulegen, allerdings nicht auf Karten verzichten.
      Ich wünsche dir noch viele tolle Radtouren mit deiner Tochter. Meine Tochter und ich gehen dieses Jahr ins 11. Jahr, mittlerweile ist sie fast 18 aber auf die Touren will sie nicht verzichten.
      LG
      Anja

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