Zuletzt aktualisiert am 29. September 2019 um 17:13

Hier nun der 3. und letzte Teil des Artikels zu kreativen Unterrichtsmethoden. In Teil 1 und Teil 2 hatte ich Methoden zum Einstieg und zur Vertiefung vorgestellt. In diesem Teil geht es nun um die Lernstandkontrolle und den Abschluss eines Themas.

 

Das Domino

Dominospiele eignen sich gut, um Fachbegriffe abzufragen oder beispielsweise Jahreszahlen oder Personen zuzuordnen. Dabei kann entweder die Lehrkraft das Spiel entwerfen oder die Schülerinnen und Schüler tun dies selbst in Paararbeit.

Domino_rosa_6x6

 

Das Rätsel

Für das Rätsel gilt das gleiche wie für das Dominospiel. Hier kann man zwischen verschiedenen Formen wählen. Es gibt das Silbenrätsel, in dem die Begriffe in Silben aufgeteilt werden. Das Schwedenrätsel in dem verschiedene Begriffe, in einem Meer von Buchstaben gefunden werden müssen oder das klassische Kreuzworträtsel.

Schwedenrätsel

 

Das Portfolio oder auch Plakat

Das Portfolio erfordert einen Internetzugang, eignet sich meiner Meinung nach aber sehr gut dazu ein Thema abzurunden.

Bei dieser Methode arbeiten die Schülerinnen und Schüler in Zweier- oder Dreiergruppen. Sie recherchieren im Internet zu dem aktuellen Unterrichtsthema und erstellen anschließend mit Hilfe der bereits aus dem Unterricht bekannten Informationen und den aus der Recherche dazugewonnenen ein Plakat. Hierauf halten sie alle Informationen fest, die sie in Bezug auf das Thema wichtig finden. Dabei sollte das Plakat nicht zu viel Text enthalten und gut lesbar gestaltet sein. So lernen die Schülerinnen und Schüler auch wichtige Informationen zu bündeln.

Anschließend werden alle Portfolios an die Wand gehängt und von der Klasse besprochen.

 

Wahr oder falsch?

Mit dieser Übung können Lerninhalte spielerisch wiederholt werden. Die Lehrkraft bereitet hierfür Thesen zu dem behandelten Thema vor. Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es nun herauszufinden, welche Aussagen richtig und welche falsch sind. Um die Motivation der Lernenden zu steigern, können zwei Teams gebildet werden, wobei das Gewinnerteam keine Hausaufgaben zu machen braucht.

 

Das Wissensspiel

Das Wissensspiel gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit ihr Wissen auf spielerische Art zu verfestigen.

Für das Wissensspiel bereitet die Lehrkraft Karten mit Fragen und Karten mit antworten vor. Die Schülerinnen und Schüler bilden Kleingruppen und erhalten je Gruppe einen Kartensatz.

Diese sind nach Frage- und Antwortkarten sortiert, werden jedoch gemischt (Fragekarten links, Antwortkarten rechts) verdeckt auf dem Tisch verteilt. Nun wird jeweils eine Frage- und eine Antwortkarte aufgedeckt und in der Runde laut vorgelesen. Passt die Antwort zu der Frage, darf der/die Schüler/in das Paar behalten und ist noch einmal an der Reihe. Passen die beiden Karten nicht zusammen, ist der/die Nächste an der Reihe usw. Alternativ können die Karten auch von den Schülerinnen und Schülern selbst entworfen werden.

 

Die Lernolympiade

Die Lernolympiade ist meines Erachtens nach eine gute Methode, um die Schülerinnen und Schüler einzeln zu überprüfen ohne, dass sie dabei das Gefühl einer Abfragesituation aufkommt.

Zur Durchführung werden vor Unterrichtsbeginn verschiedene Stationen mit Aufgabenblättern zum jeweiligen Thema aufgebaut. Zu Beginn des Spiels erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Kontrollblatt, auf dem sie die einzelnen Stationen abhacken. In einer vorgegebenen Zeit bearbeiten die Lernenden nun die verschiedenen Stationen. Nach der Stunde kann die Lehrkraft die Arbeitsblätter einsammeln und bewerten.

 

Das Quiz

Auch ein Quiz ist eine Möglichkeit das Wissen der Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise abzufragen. Wie bei den meisten anderen Methoden kann auch das Frage und Antwortspiel entweder von der Lehrkraft oder von den Lernenden selbst moderiert werden. Gleiches gilt für die Formulierung der Quizfragen, die am besten samt Antworten auf Moderationskarten geschrieben werden. Die Quizfragen können in Einzel- oder Gruppenarbeit beantwortet werden, mündlich oder schriftlich beantwortet werden.

 

Die Wandzeitung

Als Abschluss einer Unterrichtseinheit stehe ich persönlich auf die Wandzeitung. Sie stellt das Gelernte dar und kann um Kommentare und Eindrücke der Schülerinnen und Schüler ergänzt werden. Als Grundlage eignet sich am besten ein großes Plakat oder ein Stück Tapete. Bevor mit der Gestaltung begonnen wird sollte sich die Klasse genau überlegen, was sie eigentlich darstellen will. Anschließend muss Material in Form von Zeitungsartikeln, Bildern, Fotos oder selbst verfassten Texten zusammengetragen, gesichtet und strukturiert werden. Dann wird das Material verarbeitet und eine Wandzeitung entsteht.

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Anregungen geben und wie versprochen gibt es hier noch den gesamten Text als PDF.Kreative Unterrichtsmethoden

Ich würde mich über Anregungen und Kommentare freuen.

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