Radfahren im Bergischen Land: Entlang an Bahntrassen und Talsperren

Ich gebe es ja zu: Seit ich alleine bin ist mein innerer Schweinehund nicht nur gewachsen, sondern auch lauter geworden. Es ist halt doch irgendwie schwerer sich alleine aufzuraffen. Ganz anders sieht es da aus, wenn einen morgens die Tochter aus dem Bett holt und zur, am Vorabend verabredeten, Tour aufbrechen will. Da ich aber genau weiß, wie gut es mir geht, wenn ich den Schweinehund überwunden habe, lasse ich ihn heute Morgen überhaupt nicht zu Wort kommen. Ich dusche, was ich mir bei 30° durchaus hätte schenken können, trinke einen Kaffee und packe meine Sachen ein: Trinken ohne Ende, Fahrradschuhe die ich erst an Ort und Stelle anziehen will und dann geht es auch schon los.

 

Die Anfahrt

Ich Gurke gemütlich nach Wipperfürth, unterwegs dann gleich die erste Panne:  Ich saue mir den Beifahrersitz mit dem guten Grenadine Sirup aus Südfrankreich ein, denn die Radflasche ist nicht dicht. Okay egal, wer bei mir mitfahren will muss in Zukunft halt mit diesem Fleck Leben – saubere Autos werden eh völlig überbewertet. Ich parke an dem kleinen Flughafen in Wipperfürth und packe aus. Und da gleich die nächste Panne, bei meinem Griff in den im Schrank habe ich zwei unterschiedliche Schuhe erwischt.

 

Radfahren im Bergischen Land: Bahntrassen und Talsperren

Na ja wird wohl auch ohne Fahrradschuhe gehen, denke ich mir und radle entlang der Bahntrasse nach Hückeswagen soweit so gut, doch in Hückeswagen ist der Radweg leider übersät mit Scherben. Ich befürchte schon Panne Nummer 3 und versuche mich durch die Scherben manövrieren. Wie sich im weiteren Verlauf der Tour herausstellt erfolgreich. Und so habe ein Nachsehen mit den Jugendlichen, die hier wohl gefeiert haben.

Weiter geht es auf der Bahntrasse zunächst Richtung Bergisch Born und schließlich in Richtung Radevormwald. Eigentlich liebe ich ja Bahntrassenradwege, sie sind gut ausgeschildert und weisen nur eine geringe Steigung auf.

Doch heute ist mir erstmals ein entscheidender Nachteil, zumindest der Bahntrassenradwege im Bergischen, aufgefallen.  Man ist ständig umgeben von Bäumen und so entgehen einem die tollen Weitblicke.

Gerade als ich anfange, dies zu bedauern verlasse ich die Trasse und habe endlich auch Weitblick.

Also in Radevormwald ankomme habe ich das Gefühl bisher nur Berg auf gefahren zu sein und im Ort verzettle ich mich dann auch noch total.  Ich muss gestehen, dass mich nur mein Handy wieder auf den rechten Weg bringt und ein ums andere Mal ärgere ich mich, dass ich keine Landkarte mitgenommen habe. Aber ich habe Glück, der Akku verlässt mich erst, als ich weiß wo ich bin.

Ich genieße den tollen Weg am Wasser und stehe nach guten 50 Kilometern wieder vor meinem Auto. Den Besuch in der wirklich netten Gaststätte am Flughafen spar ich mir aus Rücksicht auf die anderen Gäste, denn ich stinke.

 

Fazit

Ich fand die Tour eine nette Runde durch das Bergische und obwohl ich an einem Sonntag unterwegs war, war es nicht überlaufen. Die Strecke ist abwechslungsreich, führt jedoch auch über die Bundesstraße. Ein Nachteil ist der Motorradlärm, der einen bei schönes Wetter auf längeren Strecken begleitet. Was ich nicht getan habe, weil ich es schon kenne, was sich aber lohnt ist ein Besuch der Orte Wipperfürth und Radevormwald. Außerdem empfehle ich ein Handtuch und Badesachen mitzunehmen.

 

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