Zuletzt aktualisiert am 23. Februar 2017 um 21:54

 

Quelle: Droemer Knaur.de

Quelle: Droemer Knaur.de

Eigentlich bin ich weder ein Fan von Liebesromanen noch von historischen Romanen, doch „Als wir unsterblich waren“ von Charlotte Roth hat mich wirklich gefesselt.

Am Tag der Maueröffnung lernt Alex, die bei ihrer Großmutter in Ostberlin lebt, Oliver kennen und lieben. Als sie ihn ihrer Oma vorstellen will, erstarrt diese vor Schreck und bekommt einen Herzinfarkt. Hier beginnt die eigentliche Handlung des Romans, der uns einerseits in das Berlin vor und nach dem Ersten Weltkrieg und andererseits in das Berlin nach der Maueröffnung entführt.

Er erzählt von Paula, die gemeinsam mit ihren Freunden und ihrem Geliebten mutig für die Rechte der Frauen und Arbeiter eintritt und von einer besseren Welt träumt.

Indem das Leben von Paula und ihren Freunden beschrieben wird, wird gleichzeitig ein Stück deutsche Geschichte erzählt. Der Leser folgt Paula auf ihrem Lebensweg und erhält dabei anschauliche Einblicke in die Arbeiterbewegung, die Spaltung der Sozialdemokratie und die Machtergreifung Hitlers.

Unterbrochen wird die Erzählung von Paulas Geschichte immer wieder durch Kapitel, die im November 1998 in Berlin spielen. Sie beschreiben wie sich Alex nach und nach ihre eigene Vergangenheit erschließt und welche Ängste damit verbunden sind.

Ich habe noch nie einen Roman gelesen, indem die deutsche Geschichte so spannend dargestellt wird. Ich würde also sagen: Ein absolutes Muss auf der Wunschliste all jener, die sich für die Politik und Geschichte dieses Zeitraumes interessieren.

Leider hat der Roman 570 Seiten, ansonsten würde ich ihn für den Politik- und Geschichtsunterricht als Lektüre vorschlagen, denn anschaulicher kann man die Weimarer Republik, ihre Entstehung und ihren Untergang nicht beschreiben.

Wer noch mehr über das Buch wissen möchte, dem empfehle ich Madame Klappentext.

 

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