Es ist Januar, das Wetter ist kalt und iggelig. Es wird gefühlt überhaupt nicht richtig hell und in der Lieblingskletterhalle ist es nicht nur kalt, sondern die ewig gleichen Routen nerven auch gerade und bis April müssen noch 7 Tage Resturlaub genommen werden.

Ich weiß ja nicht was bei dir in solchen Situationen passiert. Ich für meinen Teil setze mich dann in der Regel an den Computer und recherchiere, wo man zwischen Januar und März gut klettern kann.

Als ich das letzte Mal in dieser Situation war bin ich auf die Region Malaga, genauer auf El Chorro gestoßen und nach einem Gläschen Wein und kurzer Rücksprache mit meiner Tochter ging alles ganz schnell. Ich habe zwei Flüge gebucht, eine Unterkunft gesucht, einen Mietwagen organisiert und meinen Kolleg*innen, die noch nach einem Geburtstagsgeschenk für mich gesucht haben, geschrieben, dass ich mir den Kletterführer von El Chorro wünsche.

Hügel unter blauem Himmel

Klettern in El Chorro – die Anreise

Wenn du dich für einen Klettertrip nach El Chorro entscheidest landest du in der Regel in Málaga. Die Hafenstadt am Mittelmeer ist übrigens nicht nur das Tor zu einem der bekanntesten Outdoor-Spots Europas: El Chorro sondern auch kulturell spannend und kulinarisch ein Traum. Ein Besuch ist in jedem Fall empfehlenswert und eigenen sich gut für den An- oder Abflugtag oder aber wenn es doch mal regnen sollte und der Felsen nass ist.

Anreise nach Málaga

Mit dem Flugzeug

Málaga hat einen internationalen Flughafen (Málaga-Costa del Sol, AGP), der hervorragend angebunden ist. Von vielen europäischen Städten gibt es Direktflüge, oft auch günstige Verbindungen mit Low-Cost-Airlines. Vom Flughafen bist du in etwa 15 Minuten mit der S-Bahn oder dem Bus im Stadtzentrum.

Mit dem Zug

Wenn du schon in Spanien unterwegs bist, erreichst du Málaga mit dem Hochgeschwindigkeitszug AVE aus Städten wie Madrid, Córdoba oder Sevilla. Die Fahrt ist bequem, schnell und eine gute Alternative zum Fliegen.

Mit dem Auto

Für Roadtrip-Fans ist die Anfahrt über die spanischen Autobahnen eine entspannte Möglichkeit. Málaga liegt direkt an der Mittelmeer-Autobahn A-7.

Felsen mit üppiger Vegetation

Weiter nach El Chorro

Mit dem Zug ab Málaga

Die einfachste Variante ist die Regionalbahn. Ab dem Bahnhof Málaga María Zambrano fährt die C-2 Richtung Álora, von dort geht es mit dem Zug nach El Chorro. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und führt durch wunderschöne Landschaft. Wichtig: Es gibt nur wenige Verbindungen am Tag – also am besten den Fahrplan im Voraus checken.

Mit dem Mietwagen

Wenn du flexibel sein möchtest, nimm am Flughafen oder in Málaga direkt einen Mietwagen. Die Fahrt nach El Chorro dauert etwa eine Stunde und führt über Landstraßen und durch kleine Dörfer. Vorteil: Du kommst auch gut in die jeweiligen Klettergebiete

Klettern in El Chorro: Übernachten 

Wie fast überall gibt es auch in El Chorro, vor allem aber in der Umgebung zahlreiche Unterkünfte. Entscheiden musst du dich quasi nur, ob du in einer Kletter-Lounge  unterkommen möchtest und nach einem tollen Tag am Fels noch mit Gleichgesinnten den Abend verbringen möchtest oder ob du dich am Abend lieber in deine eigenen Vier Wände zurückziehst und dir einen gemütlichen Abend machst.

Auf der Finca Finca La Campana bist du unter Kletterer*innen, kannst dir Ausrüstung leihen und bekommst immer die neuesten Informationen zu den Gebieten und Routen. Ähnlich sieht es auch auf der Olive Branch El Chorro aus.

Da wir keine Lust auf abendlichen Trubel und Klettergespräche hatten haben wir uns in Valle de Abdalajís eingemietet, einem netten kleinen Dorf nur wenige Kilometer von den Klettergebieten entfernt.

Helle, grüne Pflanzen in modernem Raum

Klettern in El Chorro - Wie alles begann
Die Anfänge Im Jahr 1972 wurden die ersten modernen Kletterrouten eröffnet: Las Cabras und El Chivito an den Wänden, die heute als Las Frontales bekannt sind. Dies war der Grundstein für das, was sich bald als eines der bedeutendsten Klettergebiete Europas herausstellen sollte. In den folgenden Jahren arbeiteten lokale Kletterer*innen unermüdlich daran, neue Routen zu erschließen und unentdeckte Felswände zu erkunden. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Bergsteigergruppe Grupo Alpino Malagueño Pinsapo, deren Mitglieder mit einfachster Ausrüstung und viel Abenteuerlust Routen legten, die heute als Klassiker gelten. Die 80er-Jahre – Das Zeitalter des Sportkletterns Mit Beginn der 1980er-Jahre veränderte sich mit dem Sportklettern auch die Kletterszene und El Chorro war von Anfang an dabei. In dieser Zeit entstanden viele der Sektoren, die das Gebiet bis heute prägen In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre tauchten in El Chorro die ersten Kletterer auf, die das Limit neu definierten. Angeführt wurden sie von Juan Manuel García aus Granada, der als erster Spanier eine Route im 8. Schwierigkeitsgrad bezwang. 1988 schrieb er Geschichte, als er in El Chorro die Route Lourdes einrichtete und kletterte – die erste 8er-Route des Gebiets, heute eine Legende. Zur gleichen Zeit machte der junge Bernabé Fernández von sich reden: Mit gerade einmal 16 Jahren kletterte er seine ersten 8er-Routen und meisterte mit Monster Forever (8b) eine der härtesten Linien seiner Generation. Neben diesen beiden Ausnahmetalenten prägten weitere andalusische Klettergrößen wie Javier Morales, Rafa León, Ignacio Carrillo “Yanki” und Francisco Fernández die Szene und hoben das Niveau von El Chorro immer weiter an. Gegen Ende der 80er-Jahre entwickelte sich um  die Kletterei die dazugehörige Szene und eine einzigartige Atmosphäre. Kletterfeste, Treffen und gemeinsames Erschließen schweißten die Community zusammen – der Geist, der El Chorro bis heute ausmacht, war geboren. Die 90er-Jahre In den 1990er-Jahren war El Chorro längst mehr als nur ein Geheimtipp. Überhänge wurden zum Trend, und spektakuläre neue Sektoren entstanden. Allerdings vielen einige von ohnen auch dem zunehmenden Tourismus rund um den Caminito del Rey zum Opfer. Nicht nur die Routen machten El Chorro besonders, sondern auch seine Menschen. Der Schweizer Juan Hofer verliebte sich in das Tal, eröffnete die legendäre Unterkunft La Finca La Campana und trug wesentlich zur Erschließung neuer Sektoren bei. Es entstanden Orte, die für viele Kletterer zu einem Zuhause wurden: Larrys berühmte Guaringa, wo unzählige Reisende ohne Dach über dem Kopf Unterschlupf fanden, Isabels Bar, in der man nicht nur Essen, sondern auch Geschichten bekam, und Miguels kleiner Laden, in dem man auch anschreiben durfte, „bis das Geld wieder da war“. Das neue Jahrtausend – Wandel und Konkurrenz Mit dem Eintritt ins 21. Jahrhundert ging die Erschließung ungebremst weiter. Neue Sektoren wurden erschlossen und bestehende Gebiete weiter ausgebaut. Doch die Konkurrenz wuchs: Gebiete wie Kalymnos, Margalef und Chulilla lockten Kletterer aus aller Welt, und El Chorro fiel zeitweise in einen kleinen Dornröschenschlaf. Trotzdem blieb die Szene aktiv, getragen von Enthusiasten und ortsansässigen Kletterer*innen, die das Gebiet lebendig hielten. El Chorro heute – zwischen Fels, Sonne und Gelassenheit Heute hat sich El Chorro als solides, vielseitiges Klettergebiet etabliert, das seinen eigenen, eher ruhigen Rhythmus bewahrt hat. Die großen Touristenmassen bleiben meist beim Caminito del Rey, während die Kletterer etwas abseits davon staubige Wege, Ziegenherden am Straßenrand und Abende, an denen man den letzten Zug noch einmal in der Bar durchgeht erleben. Es gibt inzwischen über 1.000 Routen, verteilt auf viele Sektoren mit sehr unterschiedlichem Charakter. Während die steilen, schattigen Sektoren im Sommer beliebt sind, ist die beste Klettersaison von Oktober bis April, wenn das Klima angenehm und der Fels griffig ist. In den letzten Jahren hat sich das Klettern hier wieder leicht belebt – nicht durch große Events, sondern durch viele kleine Initiativen. Locals und Langzeitbesucher kümmern sich um die Pflege der Routen, und mit Projekten wie El Chorro Bolting werden regelmäßig neue Linien eingerichtet oder alte saniert. El Chorro ist vielleicht kein Hotspot wie Arco oder Kalymnos, aber genau das ist sein Reiz: Es ist ein Ort für Kletterer, die es ehrlich, einfach und bodenständig mögen – ohne viel Trubel, aber mit jeder Menge Geschichte in den Wänden.

Klettern in El Chorro und Umgebung

Las Encantadas

Wenn du von malaga nach El Chorro fährst ist Las Encantades das erste Klettergebiet das du siehst. Das Gebiet wurde bereits in den 1970er-Jahren erschlossen und zählt heute zu den beliebtesten Gebieten der Region. Es liegt nicht nur in unmittelbarer Nähe zum Ort, sondern hier findest du auch viele abwechslungsreiche Routen.

Die Felsqualität ist hier außergewöhnlich hoch und das Gebiet bietet über 200 Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Viele der Sektoren wurden in den letzten Jahren saniert, was perfekte Bedingungen für Einsteiger*innen ebenso wie für erfahrene Kletternde schafft. Ein großer Vorteil: Die Felsen trocknen nach Regen besonders schnell – ideal für spontane Sessions, wenn das Wetter mal nicht so toll ist. Die meisten Sektoren liegen ganztägig in der Sonne. Eine Ausnahme bilden El Corralito, Donde Norte und Rocabella, die unterschiedliche Ausrichtungen haben und daher auch an wärmeren Tagen angenehme Bedingungen bieten.

Felsen mit grüner Vegetation und Pfad

Anfahrt: So findest du die Sektoren

Von El Chorro aus nimmst du die MA-5403 in Richtung Valle de Abdalajis. Nach einer steilen Auffahrt erscheint links das imposante Las-Encantadas-Massiv.

  • Parkplatz 1: direkt neben dem Wasserdepot.
  • In Straßennähe findest du die Sektoren Los Olivitos, Los Perros, Bedees und Cocina Caliente.

Für Donde und Rocabella folgst du der Straße weitere 2 km bis zu einem markanten Stein mit Briefkasten.

  • Hier links auf die Piste abbiegen, 800 m bergauf zum Parkplatz.
  • Von dort:
    • 5 Minuten zu Rocabella,
    • 15 Minuten zu Donde (über eine parallele Spur).

Der Sektor Caliza liegt nur 4 Fahrminuten vom Dorf entfernt, ebenfalls an der MA-5403 Richtung Ardales – direkt gegenüber der Bar El Pilar.

Berglandschaft mit blauem Himmel

Desplomilandia – Klettern über den Stauseen

Desplomilandia liegt nur eine kurze Autofahrt von El Chorro entfernt und bezeichnet ein weitläufiges Klettergebiet oberhalb der Guadalhorce-Stauseen. Der Blick über das Wasser und die umliegenden Hügel gehört hier ganz selbstverständlich dazu, ohne dass sich das Gebiet in den Vordergrund drängt – der Fokus liegt klar auf dem Klettern.

Die Sektoren sind vor allem für die wärmeren Monate interessant, da sie den größten Teil des Tages im Schatten liegen. Durch die in den letzten Jahren steigenden Temperaturen hat sich Desplomilandia jedoch auch zunehmend als Wintergebiet etabliert. Die ersten Routen entstanden bereits in den 1990er-Jahren, heute gibt es rund 350 Routen in nahezu allen Schwierigkeitsgraden. Gemeinsam ist ihnen der sehr hochwertige, oft steile Kalk – technisch, griffig und langlebig.

Felswand mit Vegetation und Struktur

Viele Sektoren sind leicht zugänglich, einige davon eignen sich auch gut für Familien. Die Nähe zu den Seen macht das Gebiet ideal für kürzere, intensive Klettertage, bei denen man nicht den ganzen Tag am Fels verbringen möchte. Bars und Restaurants befinden sich in kurzer Fahrdistanz – perfekt für einen ruhigen Ausklang nach dem Klettern.

Zu beachten sind saisonale Sperrungen in einzelnen Sektoren wie Perdío, Tajo Cabrero und Tajo Suizo Tacaña. Diese Einschränkungen sollten vor dem Besuch unbedingt überprüft werden.

Anfahrt (Kurzfassung)

  • Von El Chorro:
    Etwa 20 Minuten Fahrtzeit über die MA-5403 Richtung Ardales und weiter zu den Stauseen. Der Hauptparkplatz von Desplomilandia liegt gut sichtbar an der Straße.
  • Von Antequera:
    Über die A-343 Richtung Valle de Abdalajís, dann Abzweig zu den Guadalhorce-Stauseen.

Orientierung im Gebiet

  • Buena Sombra, La Boda & Tocho del Acebuche
    Liegen oberhalb der Straße nahe dem Hauptgebiet, erreichbar über kurze Pfade.
  • Triángulo, El Cable, Como la Vida Misma & Next Level
    Direkt vom Hauptparkplatz aus zugänglich, teils mit kurzen Zustiegen über Forstwege.
  • Pozo de
    Weiterfahrt entlang der Seen, kurzer Zustieg (ca. 5 Minuten).
  • Metecaña & Tajo Suizo
    Längerer Zustieg über die Forststraße, etwa 40 Minuten zu Fuß.

Auto auf unebenem, beschädigtem Weg

Sierra de Abdalajís – Plattenklettern über dem Dorf

Die Sierra de Abdalajís wird von einer markanten, senkrechten Kalksteinwand dominiert, an der sich mehrere überschaubare Klettergebiete befinden. Insgesamt verteilen sich hier vier Gebiete mit sieben Sektoren und über 100 Routen. Charakteristisch sind vor allem die kompakten Kalkplatten von guter Qualität, die ein eher technisches, sauberes Klettern erfordern.

Die meisten Routen bewegen sich im leichten bis mittleren Schwierigkeitsbereich, wodurch sich das Gebiet besonders für Einsteiger, Genusskletterer und Ausbildungstage eignet. Gleichzeitig finden auch erfahrene Kletterer interessante Linien, vor allem dort, wo Risse und steilere Passagen das Plattenklettern ergänzen.

Mann sitzt in der Natur.

Die empfohlenen Jahreszeiten sind Herbst, Winter und Frühling. Aufgrund der südlichen Ausrichtung liegen viele Sektoren ganztägig in der Sonne, was sie im Sommer weniger attraktiv macht – in einzelnen Bereichen ist Klettern dann aber dennoch möglich. Schatten am Wandfuß ist kaum vorhanden.

Die Anfahrt ist unkompliziert: Die Gemeinde hat die Zufahrten gut ausgeschildert, Parkplätze liegen jeweils in der Nähe der Sektoren, und die Zustiege sind kurz. Das Dorf Valle de Abdalajís bietet eine gute Infrastruktur mit Tankstelle, Supermärkten, Trinkwasserbrunnen und Restaurants.

Grüne Landschaft mit bewölktem Himmel

Anfahrt (Kurzfassung)

  • Von El Chorro
    Über die MA-5403 Richtung Valle de Abdalajís (ca. 8 km), anschließend der Beschilderung durch das Dorf Richtung Antequera folgen. Fahrzeit etwa 15 Minuten.
  • Von Antequera
    Über die A-343 Richtung Valle de Abdalajís (ca. 22 km).

Sektoren im Überblick

  • Los Atanores
    Direkt am Dorfausgang Richtung Antequera, gegenüber dem gleichnamigen Restaurant. Sehr kurze Zustiege.
  • El Tajo
    Auf der Ostseite des Dorfes. Mehrere Sektoren entlang der Straße oberhalb des Fußballplatzes, beginnend mit Pico de la Bandera.
  • El Higuerón
    Oberhalb des Dorfs in einem kleinen Tal gelegen. Zufahrt über Feldweg, kurzer Zustieg vom Parkplatz.
  • Tinieblas
    Etwas abgelegen, mit etwa 15 Minuten Zustieg. Der Fels ist vom Parkplatz aus gut sichtbar.

Klettern in El Chorro mit Vegetation und Steinen

Charakter & Bedingungen

Die Routen sind überwiegend gut abgesichert und häufig steiler als sie auf den ersten Blick wirken. Viele Linien verlaufen entlang von Rissen oder strukturierten Platten und bieten abwechslungsreiches, technisches Klettern.

Die beste Klettersaison reicht von Oktober bis Mai. Durch die südliche Ausrichtung empfiehlt sich ein früher Start an sonnigen Tagen. Trinkwasser ist im Dorf und im Sektor Los Atanores verfügbar, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants befinden sich im Ortszentrum.

Die Sierra de Abdalajís ist kein spektakuläres Großgebiet, sondern ein ruhiger, gut erschlossener Kletterspot mit kurzen Wegen, solider Felsqualität und fairen Routen – ideal als Ergänzung zu El Chorro oder für entspannte Klettertage ohne großen Aufwand.

Große Felsen mit grünen Pflanzen

Die Schluchten von El Chorro – Geschichte im Schatten des Caminito

In den Schluchten von El Chorro liegen einige der historisch bedeutendsten Klettergebiete Spaniens. Hier wurden wichtige Meilensteine gesetzt – etwa die erste 8a einer spanischen Kletterin oder Harakiri, die erste *8c des Landes. Diese Wände waren lange Zeit das Zentrum der nationalen Kletterszene.

Mit der Renovierung und touristischen Nutzung des Caminito del Rey gingen jedoch viele klassische Sektoren verloren. Der Zugang über die Bahngleise ist heute strikt verboten und wird kontrolliert. Trotz dieser Einschränkungen existieren weiterhin mehrere Sektoren mit besonderer Atmosphäre und anspruchsvollen, sehr ästhetischen Routen.

Klettern in El Chorro

Das Makinódromo wurde in den letzten Jahren vollständig neu ausgestattet und um zahlreiche neue Linien ergänzt. Es ist heute das wichtigste verbliebene Gebiet in den Schluchten und wird über einen alternativen Zustieg erreicht, der zwar länger, aber legal und landschaftlich reizvoll ist.

Zugang & Zustieg

Das Begehen der Eisenbahntunnel ist verboten und kann mit Geldstrafen geahndet werden. Der legale Zugang erfolgt über einen Fußweg vom Parkplatz Albercones.

  • Gehzeit bis zum Makinódromo: ca. 1 Stunde 15 Minuten
  • Der Zustieg ist stellenweise steil, aber gut machbar
  • Der Weg ist Teil des Erlebnisses und bietet weite Ausblicke in die Schlucht

Klettern in El Chorro

Sektoren im Überblick

  • Makinódromo
    Vom Parkplatz Albercones zunächst zur Kirche absteigen, die Straße folgen, die Eisenbahnbrücke passieren und anschließend über einen Betonkanal und steile Stufen aufsteigen. Ab dem Aussichtspunkt oberhalb des Caminito markieren Steinmännchen den weiteren Weg bis zum Wandfuß.
  • Aventura
    Liegt etwa 300 m hinter dem Makinódromo, gleicher Zustieg.
  • Los Tigres
    Ebenfalls über den Makinódromo-Zustieg erreichbar, weiter talwärts bis zu den markanten Felsblöcken.
  • Los Bloques
    Große Felsblöcke entlang desselben Zugangs.
  • El Invento
    Am Ende des Tals gelegen, gleicher Zustieg wie Makinódromo.
  • El Polvorín & Los Cotos
    Vom Hauptweg weiter bis zum Talende, dann links abzweigen.

Charakter und Bedingungen

Der Fels zwischen El Invento und dem Makinódromo ist überwiegend steil bis überhängend. Das Klettern ist technisch und körperlich anspruchsvoll, geprägt von Löchern, Taschen und Ausdauerpassagen.

  • Los Cotos gehört zu den ältesten erschlossenen Gebieten. Einige Routen sind entsprechend poliert, bieten aber weiterhin gutes, technisches Plattenklettern.
  • El Polvorín ist eine nach Norden ausgerichtete, vertikale Wand mit anhaltendem Klettern auf Leisten und Reibungstritten.

Die meisten Wände in den Schluchten sind südlich ausgerichtet und erhalten viel Sonne. Entsprechend sind sie vor allem im Herbst, Winter und Frühjahr gut kletterbar. In den wärmeren Monaten bleiben die steileren Wandbereiche teilweise länger im Schatten.

Klettern bei leichtem Regen ist möglich, nach längeren Niederschlägen kann es jedoch zu Sickerwasser kommen. Bäume am Wandfuß spenden an heißen Tagen etwas Schatten.